Paul Avril
Der Franzose Édouard-Henri Avril ( am 21.5. 1843 in Algier / Marokko geboren ) verschreibt sich geprägt durch seine künstlerische Herkunftsfamilie der Malerei. Er besucht erst die École des Beaux Arts in Marseille, zwei Jahre später die in Paris. Seine ersten Bilder sind ab 1887 in mehreren Pariser Salons zu sehen. Sie sind gekennzeichnet durch seine detailgetreue Genauigkeit.
Illustrationen zu Fanny Hill
 Polly Philipps und der junge Italiener |
 Fanny masturbiert William |
 Fanny`s Einweihung in der Gesellschaft |
 Fanny peitscht Mr. Barville aus |
Seine eigentliche Karriere beginnt er allerdings erst, durch den Auftrag der Societé des Amis des Livres, das erotische Werk "Fortunio" von Théophile Gautiers mit achtzig Vignetten zu illustrieren.
Da die kleinen Bilder fast schon pornographischen Charakter haben sollen, ändert Avril seine Signatur von "E.Avril" in "Paul Avril".
Dass er ausgerechnet den gleichen Vornamen wie sein Bruder Paul-Victor Avril dazu auswählt und die Tatsache, dass dieser später die Illustrationen zu nachfolgenden Aufträgen wie Gustave Flauberts "Salammbô" und Théophile Gautiers "Le Roi Caundale" radiert, führt zwangsläufig zu der ein oder anderen Verwechslung zwischen den beiden.
Sein Erfolg mit "Fortunio" bringt im nun zahlreiche neue Aufträge Romane, die in nur kleiner Auflage für die betuchte Bürgerschicht gedruckt wurden, zu gestalten. Die Zeichnungen zu "De Figures Veneris" des aus Deutschland stammenden Friedrich Karl Forberg sind seine Bekanntesten.
Im Jahre 1928 verstirbt er in LeRaincy.
Illustrationen zu "De Figuris Veneris"
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