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Gustav Klimt


Der österreichische Maler Gustav Klimt war einer der berühmtesten Vertreter des Wiener Jugendstils.

Als eines von sieben Kindern wuchs Gustav Klimt bei seinen Eltern Ernst Klimt und Anna Rosalia Finster in der Wiener Vorstadt Baumgarten auf. Von 1876 bis 1883 ermöglichte ihm ein Stipendium, an der Wiener Kunstgewerbeschule zu studieren.

1880 erhielt Gustav Klimt zusammen mit seinem Bruder Ernst Klimt sowie dem Kommilitonen Franz Matsch erste Aufträge für Decken- und Theaterdekorationen, woraufhin sie zusammen eine Ateliergemeinschaft gründeten.
1888 verlieh Kaiser Frank-Joseph I. den Brüdern und Matsch das goldene Verdienstkreuz für Kunst.
Auf einer Reise durch Europa entfernte Klimt sich von der traditionellen Malweise der Akademien und wurde 1892 Mitglied der „Genossenschaft bildender Künstler Wiens“.
1892 starb der Bruder Ernst Klimt, die Zusammenarbeit mit Matsch brach aufgrund Klimts Wunsch nach Selbstverwirklichung.



1897 trat Klimt aus dem Wiener Künstlerhaus aus und gründete die „Wiener Secession“. Als Präsident zeichnete er hauptsächlich für deren Zeitschrift zahlreiche Bildvorlagen und Illustrationen. 1990 bekam sein Gemälde „Philosophie“ auf der Pariser Weltausstellung eine Goldmedaille verliehen, wurde aber für den Festsaal der Universität Wien abgelehnt.

1902 schaffte Klimt anlässlich der Ausstellung von Max Klingers „Beethovenstatue“ seinen „Beethovenfries“. 1905 trat er mit einigen Kollegen aus der „Session“ aus, seine Bilder wurden entfernt. Klimt begann mit dem Portrait „Fritza Riedler“ das erste Bildnis seiner „goldenen Periode“, die ihren Höhepunkt in dem Werk „der Kuss“ hat. Besonders auffallend sind hier die zahlreichen erotischen Frauendarstellungen. Danach folgte eine Reihe von Ausstellungen im Ausland, wie zum Beispiel 1908 in Prag und Dresden, 1909 in München, 1910 Venedig, 1911 Rom, bis hin zu der Ausstellung des „Bundes Österreichischer Künstler“ 1916 in Berlin.

1917 wurde Klimt Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste Wien sowie der Münchner Akademie. Am 6. Feburar 1918 starb Gustav Klimt im Wiener Allgemeinen Krankenhaus aufgrund eines Gehirnschlags. Klimt war nie verheiratet gewesen, hatte aber zahlreiche intime Beziehungen zu Frauen, besonders zu seinen Modellen und den Frauen seiner Arbeitgeber. Er war einer der beliebtesten, aber auch umstrittensten Künstler seiner Zeit. Besonders charakteristisch für seine Werke ist die weiblliche Erotik. Zweifellos ist er einer der wichtigsten Künstler des Jugendstils in Österreich, sowie von internationaler Bedeutung. Seine Landschaftsgemälde stechen wegen der ungewöhnlichen Methode, den Bildausschnitt mittels eines Fernrohres heranzuholen, hervor. Zu seinen berühmtesten Gemälden zählen unter anderem „Beethovenfries“ (1902), „der Kuss“ (1907-08), „Schloss Kammer am Attersee“ (1910), sowie „Adam und Eva“ (1917-18). Sie zählen heutzutage zu den teuersten Gemälden der Welt.


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