Die klassische Moderne nahm ihren Ausgang in der Malerei im frühen 20. Jahrhundert. Diese Epoche umfasst zahlreiche heterogene Strömungen wie Expressionismus, Kubismus, sowie die Künstler des Avantgardismus, des Naturalismus oder der Wiener Moderne. Dada und Surrealismus gehören ebenso in die Epoche der Moderne, die sich durch die völlige Loslösung alter künstlerischer Idealvorstellungen auszeichnete. Akte, erotische Kunst und Pornographie erlebten in dieser Zeit einen nie dagewesenen Aufschwung. Auch in der völlig neu strukturierten Literatur wurde diese Entwicklung aufgegriffen, z.B. von D.H. Lawrence.
Dessen Buch - Lady Chatterley - war in England bis in die 60er Jahre aufgrund der detaillierten Beschreibungen des Geschlechtsaktes verboten. Den Abschluss der klassischen Moderne in der Malerei bildete Pablo Picasso erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Mit der Abbildung von Sexualität in all ihren Facetten sollte der gediegenen Bürgerlichkeit die Stirn geboten werden, was u.a. dazu führte, dass ganz neue Motive in die Kunst Eingang fanden, wie die erotischen Witwenbildern und die verstärkten Darstellungen von Prostituierten.
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