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Pierre Auguste Renoir

Renoir wird am 25. Februar 1841 in Limoges in eine Schneiderfamilie hineingeboren. 1845 gehen die Renoirs nach Paris und ziehen in eine kleine Wohnung in der Nähe des Louvre. 1854 beginnt der dreizehnjährige Renoir eine Ausbildung zum Porzellanmaler. Da er talentiert ist, darf er schon zwei Jahre später schwierige Malereien ausführen.

Mit der Einführung des maschinellen Drucks für Porzellan muss die Porzellan- Manufaktur schließen und Renoir verliert mit 17 Jahren seine Arbeitsstelle und sichert nun sein Einkommen mit dem Bemalen von Fächern, Markisen und Wappen.
Von 1861 bis 1864 besucht er den Zeichenunterricht bei Charles Gleyre, zieht aber dann vor, angeregt von Gustave Coubert und Diaz de la Pena im Freien zu malen.

1864 und 1868 stellt er jeweils ein Gemälde im Pariser Salon aus. Seine Bilder werden für ihre Frische und Natürlichkeit lobend anerkannt, verkaufen kann er aber nur wenige, so dass er sich 1870, um seiner Armut zu entfliehen, freiwillig für den Deutsch-Französischen Krieg meldet.

Nach Kriegsende sucht er seine Freunde Monet und Sisley auf. In den nächsten Sommern malen sie viel gemeinsam, wie üblich fast immer im Freien.
Auch Édouard Manet schließt sich der kleinen Gruppe an. An einem dieser schönen Sommertage malen Manet und Renoir gemeinsam, ihre Staffeleien nebeneinander aufgebaut, das unbeschwerte Zusammensein der Familie Monet in ihrem Garten. Dieses Gemälde Renoirs strahltwie fast alle seine Bilder Lebensfreude und Ausgelassenheit aus. Das farbenfrohe Spiel mit Licht und Schatten ist kennzeichnend für seinen impressionistischen Malstil. Trotz der oft bewegten Motive wie auf dem Gemälde "Bal au moulin de la Galette" wirken seine Bilder nie unruhig, da er kleine Stilleben wie Ruhepole integriert.




Nach den ersten beiden Impressionisten-Ausstellungen, die er 1874 und 1876 mit den anderen zusammen vorbereitet hat, verkauft er einige seiner Bilder unter anderem an den Kunsthändler Durand-Ruel, der ihn auch bei der Einrichtung eines kleinen Ateliers finanziell unterstützt.

Als Renoir schließlich noch den vermögenden Verleger Georges Charpentier kennen lernt, dessen Frau ihn in ihrem großen Freundeskreis bekannt macht, braucht er sich keinerlei finanzielle Sorgen mehr machen.
Er bekommt so viele Aufträge für das Malen von Portraits, dass er kaum noch Zeit für etwas anderes hat.


1881 bereist er Italien. Er lässt sich dort von Raffaels Fresken und von Ingres Gemälden beeindrucken und ändert seinen impressionistischen Malstil in den Formen statt Farben betonenden Stil des Klassizismus.


Doch ab 1883 scheint er sich künstlerisch nicht weiter zu entwickeln und ein allgemeines Desinteresse an seinen Werken verstärken sein Gefühl in eine Sackgasse geraten zu sein.
Er verbringt viel Zeit mit Vorstudien für sein Gemälde „Die großen Badenden", welches er 1887 zu Ende stellt.
In dieser Zeit werden auch seine beiden Söhne Pierre und Jean geboren.
Mit etwa 50 Jahren beginnt er zunächst kaum bemerkbar an Arthritis zu erkranken.
Da ihm auffällt, dass ihm das milde Klima am Mittelmeer gut tut, zieht er 1907 nach Cagnes-sur- Mer in der Nähe von Nizza.
Trotzdem verschlechtert sich sein Gesundheitszustand zusehends und schließlich lässt er sich den Pinsel an die Hand binden, um weiter täglich malen zu können.
Er stirbt am 3. Dezember 1919mit 78 Jahren in Cagnes und wird auf dem Friedhof Essoyes in Aube/Champagne begraben.




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