Die Darstellung des Menschen in der Romantik waren ganz und gar getragen von den wieder entdeckten menschlichen Leidenschaften. Kunsthistorisch zwischen 1790 - 1840 angesiedelt, lag den Künstlern dieser Epoche vor allem an der Betonung des Gefühls vor dem Verstand. Die Romantiker wandten sich von der Antike ab und griffen die Sagen und Mythen des Mittelalters wieder auf.
Nicht Erotik und Sexualität dominierten die Kunst jener Jahre, sondern Individuen mit einer empfindsamen Seele, die auf die Erfahrung tiefer wahrhaftiger Gefühle abzielten. Erotik und tiefe Emotion gingen teilweise nahtlos ineinander über.
In der Hauptsache wurden Sexualität und Erotik eher metaphorisch oder verdeckt abgebildet. Auch in der Literatur war die vordergründige Darstellung körperlicher Liebe nicht gefragt, sogar Goethe hielt seine möglicherweise kompromittierenden Werke unter Verschluss. Die Darstellung erotischer und sexueller Erfüllung war zugunsten der Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit und einer übergeordneten Macht aufgegeben worden.
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