Peter Paul Rubens
Peter Paul Rubens, am 28./29. Juni 1577 in Siegen geboren, war ein flämischer Maler, ein Diplomat der spanisch-habsburgischen Krone, sowie einer der berühmtesten Maler der Barockzeit.
Peter Paul Rubens wuchs zusammen mit sechs Geschwistern und seinen Eltern Jan Rubens und Maria Pypelincks in Siegen auf. 1578 floh seine Familie im Zuge der Religionsunruhen nach Deutschland.
Dort verbrachte Rubens seine Lehrzeit bei den Malern Tobias Verhaecht, Adam van Noort und Otto van Veen. 1589 wurde er Freimeister der Lukasgilde in Antwerpen.
1600 verbrachte Rubens einige Zeit in Italien, um dort Tizian, Veronese, u.a. zu studieren. Dort holte der Herzog Vincenzo Gonzaga von Mantua ihn als Hofmaler an seinen Hof.
1909 heiratete er Isabella Brant in Antwerpen und wurde Hofmaler des Erzherzogpaares Albrecht und Isabella.
Um 1611 wurde Rubens immer populärer, was ihm zu immer mehr Aufträgen in der Oberschicht verhalf. In diesem Jahr wurde auch seine erste Tochter Clara geboren.
1606 zog Rubens nach Rom, um dort die antiken Meisterkünstler sowie Architektur zu studieren. Seine Studien bezüglich der Baukunst schrieb er 1622 in dem Buch „Palazzi di Genua“ nieder.
1630 heiratete Rubens nach dem Tod seiner Frau sein 16-jähriges Modell Helene Fourment und zog mit ihr zusammen auf sein Landschloss „Steen“ bei Antwärpen.
In den Jahren danach entwarf Rubens hauptsächlich nur noch die Skizzen für die anfallenden Aufträge und überließ die Ausarbeitungen seinen Schülern. Ab 1638 zeichnete er vor allem Staffeleien mit feinster Ausarbeitung.

Am 30. Mai 1640 starb Peter Paul Rubens mit 63 Jahren an der Gicht in Antwerpen.
Charakteristisch für Rubens Werke ist eine allegorische Bildsprache voller mythologischer Symbolik. Manche private Zeichnungen wirken fast wie ein Schnappschuss – entstanden aus Rubens Hauptstreben nach höchster Lebendigkeit.
Seinen Glauben suchte er, indem er selbst ruhige Gegenstände der Natur in lebhafter Weise malte. Seine Werke sind durch Licht und Farbe geprägt, die sinnliche Gestaltung liegt stark im Kontrast zu der Frömmigkeit der Gemälde anderer Künstler dieser Zeit. Ein weiteres Merkmal ist die Fröhlichkeit der Bilder.
Zu seinen berühmtesten Gemälden zählt die „Kreuzaufrichtung“, „Mutter und Kind“, „Venus und ein Spiegel“, sowie ein Gemälde von Hélène Fourment mit zweien ihrer Kinder.

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