Egon Schiele Schiele wird am 12. Juni 1880 geboren. 1906 lehnt ihn die Wiener Kunstgewerbeschule ab und er ist gezwungen, an der Akademie der Bildenden Künste zu studieren. In das Jahr 1907 fällt der Anfang seiner langjährigen Freundschaft mit Gustav Klimt. Schieles Frühwerk ist sehr vom Impressionismus und dem Secessionismus Wiens geprägt.
1909 ist Schiele mit vier Bildern auf der "Internationalen Kunstschau Wien 1909" vertreten. Aus Protest gegenüber dem Konservatismus seines Mentors verlässt er die Akademie und gründet mit Anderen die "Neukunstgruppe". Ein Jahr später porträtiert er wichtige Personen des Wiener Kulturlebens und beginnt damit, expressionistische Gedichte zu verfassen. 1911
hat Schiele seine erste eigene Ausstellung. In diesem Jahr findet er zu seinem persönlichen Stil, auch wenn seine Akte junger Mädchen bei seinem Umfeld nicht auf Toleranz stoßen. Sein expressionistischer Stil ist von Direktheit und einer oftmals depressiven Grundstimmung geprägt.

Er zieht mit seiner Lebensgefährtin ins böhmische Krumau (heute: Ceský Krumlov), die Heimat seiner Mutter. Seine wilde Ehe und seine Aktdarstellungen junger Mädchen stoßen jedoch bei der ansässigen Bevölkerung auf Ablehnung. Er sieht sich gezwungen, kurz darauf nach Neulengbach bei Wien umzuziehen.
1912 wird seine künstlerische Arbeit durch den Vorwurf der Verführung Minderjähriger überschattet. Niemand kann ihm die Schuld nachweisen, und so entlädt sich Volkes Zorn an einem seiner Bilder, das öffentlich zerstört wird. Er heiratet 1915 Edith Harms und leistet Militärdienst in kulturellen Einrichtungen.
1917 führen ihn seine vielen Ausstellungen durch ganz Europa.
Die 49. Ausstellung der "Wiener Secession" bringt 1918 den allerersten großen künstlerischen Erfolg für Schiele. Tragischerweise erliegt er mit 28 Jahren der Spanischen Grippe am 31. Oktober 1918.
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