Wölfe im ewigen Eis, Bisons in der Prärie, Antilopen in der Wüste: Fotolegende Jim Brandenburg liebt die Wildnis und ihre Bewohner. Mit seinem untrüglichen Gespür für den richtigen Moment gelingt es dem Tier- und Landschaftsfotografen immer wieder, geradezu magische Augenblicke mit der Kamera einzufangen. Seine Motive zeugen von einer grenzenlosen Liebe zur Natur und tiefem Respekt vor dem ursprünglichen Leben.

Es ist vor allem seine Kindheit im westlichen Minnesota, die Brandenburgs Verhältnis zu seiner Umwelt nachhaltig prägt. Aufgewachsen in einer Familie von Farmern geht Brandenburg in der nordamerikanischen Steppe regelmäßig mit dem Vater auf die Jagd. Fast täglich verbringt er Stunden im Freien. Hier lernt er Fährtenlesen, beobachtet wilde Tiere und lauscht den Vögeln. Als Teenager lässt Brandenburg schließlich das Gewehr immer häufiger zu Hause und geht stattdessen mit der Kamera auf die Pirsch.

Nach einem Studium der Malerei beginnt Brandenburg Ende der sechziger Jahre als Fotojournalist für eine regionale Tageszeitung zu arbeiten. Schon bald werden etablierte Medien auf den talentierten Fotografen aufmerksam. Mehr als drei Jahrzehnte lang dokumentiert Brandenburg für die National Geographic Society wilde Tiere und einzigartige Landschaften an den abgelegensten Orten der Welt. Zu seinen Auftraggebern zählen auch die New York Times, Life, Geo und BBC Wildlife. Neben zahlreichen Reportagen veröffentlicht Brandenburg insgesamt 18 Bildbände. Zum internationalen Bestseller wurde sein preisgekröntes Buch über ein arktisches Wolfsrudel, das Brandenburg drei Jahre lang mit der Kamera begleitete. Unter dem Titel „Der Weiße Wolf“ erschien der Band 1998 auch in Deutschland.

Ob klirrende Kälte, sengende Hitze oder brausende Stürme: Ganz bewusst setzt sich Brandenburg bei seiner Arbeit der ursprünglichen Kraft der Elemente aus. Mit seinen Aufnahmen entführt er den Betrachter in eine faszinierende Welt abseits der menschlichen Zivilisation. Seine beeindruckenden Tierfotografien lassen dabei nicht selten den Atem stocken – fast als befürchte man, jedes unbedachte Geräusch könnte die scheuen Geschöpfe vertreiben. Als bekennender Umweltschützer will Brandenburg mit seinen Fotografien auch dazu beitragen, dass sich mehr Menschen für bedrohte Tierarten und den Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume einsetzen.

Für seine „Naturfotografie, mit der er erfolgreich das öffentliche Bewusstsein für Umweltfragen schärft“, wurde Brandenburg 1991 der World Achievement Award vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) verliehen. Die American National Press Photographers‘ Association (NPPA) wählte Brandenburg gleich zweimal zum „Magazine Photographer of the Year“. Die international League of Conservation Photographers (iLCP) nahm vier seiner Motive in die Top 40 der wichtigsten Arbeiten in der Geschichte der Naturfotografie auf.

Website des Fotografen:
www.jimbrandenburg.com