Drachenboot-City-Cup in Berlin

Wo lassen sich Männer freiwillig von Frauen den Takt angeben und anbrüllen? Beim Drachenbootrennen. So gesehen am letzten Wochenende beim 19.Berlin Dragonboat City Cup auf dem Regattagelände in Grünau. Mehr als 80 Teams paddelten bei schönstem Wetter, angetrieben von einer Trommel, in langen Booten über das Wasser als ginge es um ihr Leben.
Erkenntnisse dieses Events:

  • Nicht alles, was aus China zu uns herüberschwappt, ist schlecht.
  • Kernige Kerle neigen zu Masochismus.
  • Der Name „Drachenboot“ scheint nicht vom befestigten Drachenkopf zu stammen.

Drachenbootfahren hat in China eine lange Tradition. Der Ursprung liegt einer Legende nach im 3.Jh. v. Chr. als Anhänger des Poeten Qu Yuan, der sich ob der Umstände in seinem Land ertränkt hatte, mit ihren Paddeln auf den Fluss Mi Muo schlugen, um seinen Leichnam vor den Fischen zu schützen. Ob es stimmt oder nicht, die Legende war Anlass 1976 in HongKong das erste Drachenbootfestival ins Leben zu rufen. Mittlerweile hat sich daraus eine der größten Wassersportveranstaltungen der Welt entwickelt, zu der mehr als 5000 Athleten aus 11 Nationen, gefeiert von hunderttausenden Zuschauern, in Wettstreit treten.
Zugegeben, ganz so gigantisch ging es auf Berlins ältester Sportstätte nicht zu. Dennoch entging unseren Objektiven – trotz der Entfernung und des rasanten Tempos – nicht, dass hier ebenso hart gekämpft und euphorisch gejubelt wurde wie in der chinesischen Metropole.
Es war ein großes Fest für alle Beteiligten. Wer´s verpasst hat, vormerken. Der 20. City Cup kommt bestimmt.

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