Die Dolomiten – ein UNESCO-Weltnaturerbe

Ein Panorama der besonderen Art

Himmlisch ist die Aussicht von der Lagazuoi-Hütte allemal. Als eine der höchst gelegenen Berghütten der Dolomiten reicht der Blick kilometerweit hinab in die umliegenden Täler zwischen den scharfen Umrissen der vielen Gipfel – insofern die Sicht nicht von Wolken beeinträchtigt wird, die sich um die Berge schmiegen. Ein Besuch der Hütte lohnt sich also nicht nur für Skifahrer und sonstige Wintersportler, sondern auch für Wanderer, Fotografen oder einfach nur Genießer.
Obwohl die Hütte auf dem Gipfel des Bergs Lagazuoi am Falzaregopass derart hoch in der norditalienischen Bergkette gelegen ist, kann sie problemlos zu Fuß oder mit der Lagazuoi-Seilbahn erreicht werden.
Umringt wird das Rifugio Lagazuoi von den unzähligen Dolomitengipfeln, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Die Aussicht ist also nicht nur prämiert, sondern auch je nach Jahreszeit so abwechslungsreich wie die gesamte Region. Natürlich strömen die meisten Besucher mit dem ersten Schneefall in die Berge, doch auch im Sommer ziehen die Höhenpässe Wanderer und Kletterer in die Hütten der Dolomiten. Für das fotografische Auge lohnt sich allerdings ganz besonders die Zeit des Spätsommers und des einsetzenden Herbstes.
Die tiefstehende Herbstsonne erleuchtet die Bergregion in einem unvergleichlichen Gold-Ton und lässt die Gipfel wortwörtlich in einem ganz anderen Licht dastehen. Die Wanderungen auf den Dolomiten-Höhenwegen Nr. 1 und Nr. 9 führen direkt durch die Wiesen, den Schutt und das Geröll der unwirtlichen Berglandschaft. Während die Details der Landschaft zu Fuß am besten eingefangen werden können, eignen sich die natürlichen und von Menschenhand geschaffenen Aussichtsplattformen für den allumfassenden Blick besser. Die Panoramaaufnahmen von den Dolomiten-Gipfeln, die den Horizont durchstechen, bleiben am meisten in Erinnerung.
Die Macht und die Dimensionen der Natur sowie deren Kräfte werden hier deutlicher als sonst irgendwo. Eine Weitwinkeloptik fängt dieses Gefühl sehr gut ein und transportiert den Eindruck, dass der Mensch nicht immer Herr über die Natur sein kann. Hier spielen wahrlich andere Kräfte eine Rolle. Die dunklen Wolken über der rötlichen Abendsonne, die enormen Ausmaße der Gipfel und der Schutt und das Geröll als Zeugen riesiger Gletscher sind in der Region Lagazuoi vorherrschend. Da auch die Vegetation eher niedrigere Höhenlagen bevorzugt, ist die Verlorenheit und die Isolation kein seltenes Gefühl bei den Besuchern. Gerade dieses Gefühl aber suchen die Bergliebhaber ja hier.

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