Was versteht man unter Farb-Tiefe bzws. Bit-Tiefe

Foto einer Blüte in den Farben Rot, Blau & Grün

Wird ein Bild elektronisch gespeichert, stellt sich immer die Frage, wie viele Informationen dabei erhalten bleiben sollen. Einerseits möchte man die Qualität nicht verringern, andererseits soll aber Speicherplatz gespart werden. Um auszudrücken, wie viele Farben gespeichert werden, hat sich die Angabe der Farbtiefe bewährt, die auch als Bittiefe bekannt ist.

Das Bit bezeichnet die kleinstmögliche Information, die ein Computer verarbeiten kann, meist wird hier von einer Unterscheidung zwischen den Zuständen 0 und 1 gesprochen. Ein Bild mit einer Bittiefe von 1 kennt also genau zwei Farben und wird gemeinhin als monochrom bezeichnet. Die Farbtiefe wird dabei üblicherweise für die einzelnen Pixel angegeben. Hierbei muss allerdings unterschieden werden, ob von der Bittiefe des Pixels die Rede ist oder von der Bittiefe seiner Farbkanäle.

Der Farbwert eines Pixels setzt sich immer aus drei Farben zusammen, die addiert werden und dem Pixel seine tatsächliche Farbe geben. Bei elektronischen Bildern handelt es sich dabei um die Grundfarben Rot, Grün und Blau. Hat jede dieser Grundfarben eine Farbtiefe von beispielsweise 8 Bit, ergibt sich daraus eine Farbtiefe von 24 Bit für jedes Pixel des Bildes. In diesem Fall könnte jeder Bildpunkt auf eine Palette von etwas mehr als 16,7 Millionen Farben zurückgreifen. An diesem realistischen Beispiel wird auch deutlich, dass diese Tiefe in der Praxis fast nie ganz ausgenutzt wird. Die meisten Bilder nutzen selbstverständlich wesentlich weniger Farben, als sie zur Verfügung hätten. Um Kontraste und feine Unterschiede korrekt wiedergeben zu können, ist eine hohe Farbtiefe aber trotzdem nützlich.


Eine Farbtiefe von 24 Bit pro Pixel hat sich in vielen Anwendungsbereichen als Standard etabliert. Das ist auch deshalb ein guter Richtwert, weil es dem Spektrum an Farben recht nahekommt, die das menschliche Auge unterscheiden kann. Wissenschaftler gehen hier von ungefähr 10 Millionen Farben aus, sie werden also von den 16,7 Millionen auf jeden Fall abgedeckt. Bei einer Bittiefe von 8 Bit bemerkt man unschöne Farbübergänge, die sich meist als Muster zeigen, die das Bild künstlich aussehen lassen. Bei einem Bild, das mit 16 Bit gespeichert wird, fallen üblicherweise kaum Probleme auf, es gehen nur einige Details verloren, die für das menschliche Auge nur schwer wahrnehmbar sind. Ein Bild mit mehr als 24 Bit pro Pixel zu speichern, hat nur dann Sinn, wenn es später weiterverarbeitet werden soll. Für den Betrachter zeigt sich kaum ein Unterschied, womit also nur unnötig Speicherplatz verschenkt wurde, wenn es nur darum geht, es ansprechend zu präsentieren.