DIE LETZTEN – von Maxim Gorki am GOЯKI

Eine Inszenierung von András Dömötör

Mit dem Drama „DIE LETZTEN“ von Maxim Gorki feiert das nach ihm benannte GOЯKI nicht nur den 150. Geburtstag des Autors, sondern auch die letzte Premiere der Spielzeit 2017/18. Das Stück entstand 1907 auf der Insel Capri und wurde seinerzeit von der russischen Zensur verboten. Die Uraufführung fand am 6. September 1910 am Deutschen Theater Berlin unter der Regie des legendären Max Reinhardt statt.

Am Beispiel der Familie Kolomijzew zeigt DIE LETZTEN den drohenden Zerfall einer Gesellschaft, die nahezu sämtliche Werte und Normen eines menschlichen Miteinanders aufgegeben hat. Im Zentrum der Handlung steht das tyrannische Familienoberhaupt Iwan. Er ist beruflich und finanziell am Ende und kennt nur ein Ziel: Zurück zu Geld und Macht. Seine Kinder, der eitle Alexander, die intrigante Nadeshda und die verbitterte Ljubow stehen ihrem Vater in punkto Rücksichtslosigkeit in nichts nach. Einzig Tochter Wera und Sohn Pjotor versuchen – letztlich vergeblich – dem Sumpf aus Brutalität, Zynismus und Korruption zu entkommen.

Mit seiner Inszenierung entwickelt der ungarische Regisseur András Dömötör (*1978) ein Psychogramm des Horrors, in dem der Mensch sich über seine Mitmenschen erhebt und sie skrupellos benutzt. Gleichzeitig zeigt Dömötör die Sehnsucht nach einem starken Vater auf und spiegelt damit die aktuelle politische Situation in Europa. Für das GOЯKI hat er bereits gemeinsam mit zwei Koautoren das Stück „Mephistoland“ entwickelt.

DIE LETZTEN
Von Maxim Gorki
Regie: András Dömötör
Bühne: Magda Willi | Kostüme: Amit Epstein | Dramaturgie: Holger Kuhla | Übersetzung: Werner Buhss
Besetzung: Knut Berger, Mareike Beykirch, Lea Draeger, Vidina Popov, Ruth Reinecke, Dimitrij Schaad, Aram Tafreshian, Till Wonka

Mehr Informationen:
Maxim Gorki Theater

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