Präsidenten-Suite

„Ein modernes Märchen“ am Renaissance-Theater (Berlin)

„Inspiriert“ und unverkennbar nah an der traurigen Realität erzählt das Stück die Ereignisse, Strategien & Vertuschungsmethoden nach der Vergewaltigung eines farbigen Zimmermädchens durch einen mächtigen, alten, weissen Mann.
Wer sich dabei an den Vergewaltigungsvorwurf gegenüber des ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn erinnert fühlt, dürfte bei der Einschätzung bez. der Vorlage kaum falsch liegen.

Der Amerikaner John T. Binkley – Autor von No Man’s Child“, „We Went There Tomorrow“, einer in 20 Ländern ausgestrahlten Kinderserie und dem Dokumentarfilm „Children of War“ – untersucht in diesem Stück die Prinzipien von Einschüchterung, Korruption, Manipulation und ein über Jahrtausende etabliertes & effektives System von Machtmissbrauch.
In Zeiten von Metoo kommt das Thema spät auf deutschen Bühnen an, aber besser spät als nie.

Hier der Presstext des Renaissance-Theaters:

Richard Chataigne, weltbekannter Wissenschaftler und französischer Spitzenpolitiker, sieht sich brisanten Anschuldigungen ausgesetzt: Er soll in einem New Yorker Luxushotel Naomi St. Cloud, ein schwarzes Zimmermädchen, erst belästigt und dann versucht haben, sie zum Sex zu zwingen. Chataigne behauptet, der Impuls für die sexuelle Annäherung, sei von ihr ausgegangen. St. Cloud berichtet das genaue Gegenteil. Für die Medien ist die Affäre ein gefundenes Fressen. Chataignes vermögende Frau, an gelegentliche Seitensprünge ihres Gatten gewöhnt, ist entsetzt über die Dimension des gegen Ihn erhobenen Vorwurfs und heuert Top-Anwalt Jordan Pershing an. Einziges Ziel des Paares ist es, die ganze Angelegenheit so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. Zu diesem Zweck ruft Pershing eine Kampagne ins Leben, die St. Cloud nachhaltig diskreditieren und für ein Schweigeabkommen gefügig machen soll. Nach und nach zeigt das schmutzige Spiel Wirkung. Doch Elizabeth Granger, die junge Anwältin des Opfers, hat noch ein As im Ärmel …

Darsteller / Regie u.a.

  • Richard Feynon Chataigne: Dietrich Adam
  • Madame Chataigne: Imogen Kogge
  • Jordan Pershing: Heikko Deutschmann
  • Naomi St. Cloud: Maya Alban-Zapata
  • Elizabeth Granger: Johanna Griebel
  • Regie: Guntbert Warns
  • Bühne: Momme Röhrbein
  • Kostüme: Ariane Warns, Felina Warns
  • Dramaturgie: Gundula Reinig
  • Regieassistenz: Joachim Flicker

Möglichmacher

  • Lichtgestaltung: Gerhard Littau
  • Tongestaltung / Video: Maximilian S. Engel
  • Inspizienz: Nina Achminow
  • Souffleuse: Stephanie Liebscher
  • Maske: Ulrike Göbel-Linder
  • Requisite: Anke Schkrock
  • Kostümabteilung: Bettina Gawronsky
  • Werkstattleitung: Peter Spradlin
  • Technische Konstruktion: Konstantinos Angelakis
  • Technische Assistenz: Gerhard Rohmann
  • Technischer Direktor: Michael Jensen
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